Dubai & Oman Kultur- und Wüstentour

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von Liv Rathgeber

Bei Ankunft in Dubai stellt sich bei mir ein Gefühl des nach Hause kommen ein. Schließlich habe ich hier über zwei Jahre gelebt und vieles kommt mir sehr vertraut vor. Doch wenn es eine Konstante in Dubai gibt dann ist es der rasante Wandel und so kommt es, dass sich die Stadt mal wieder grundlegend geändert hat in den knapp zwölf Monaten in den ich wieder in Deutschland bin. Der Burj Dubai ist fast fertiggestellt, die Dubai Mall ist eröffnet, The Walk bei den Jumeirah Beach Residences ist die neue Ausgeh' Alternative und, vor allem, die Metro läuft. Die nächsten Tage verbringe ich damit meine alten Bekannte und Kollegen zu besuchen, mir den Bauch mit libanesischen und indischen Essen vollzuschlagen (denn das ist in Dubai einfach unschlagbar), und mich bei Shisha und Cocktail von meinen Freunden über den neusten Klatsch und Tratsch unterrichten zu lassen.

Wenige Tage später sind sie auch schon da, meine Reisepartner aus Deutschland. Natürlich kommt es wie es kommen muss: als Stadtkundige übernehme ich die Stadtführung: Dubai Museum, Dubai Creek, Bastakiya - ein restauriertes historisches Stadtviertel - der Goldmarkt, die quirligen Stadtviertel Karama und Satwa, Jumeirah Beach, die Palme, die Malls..... und auch das neue Stadtviertel Downtown Burj Dubai mit dem zauberhaften Souk al Bahar. Es ist schön wieder zurück zu sein. Aber nichts schlägt unsere Vorfreude, denn am nächsten Tag brechen wir auf zu unserer zweiwöchigen Emirate und Oman Rundreise. Ich kann es kaum erwarten, denn obwohl ich schon mehrmals im Oman war, erwartet mich viel Neues und ich freue mich riesig auf die Wadis, Gebirge und Wüsten die es zu entdecken gilt.

Endlich geht es los. Früh am Morgen holt uns Saif, unser Reiseleiter, ab. Saif kenne ich noch aus meiner Zeit in Dubai. Damals waren meine Eltern zu Besuch und ich habe jemanden gesucht, der verrückt genug ist, die von mir zusammengestellte Tour zu leiten. So kam es, dass Saif meine Eltern und mich vier Tage durch die Emirate begleitete. Daraus entstand eine Freundschaft und es folgten viele gemeinsame Abenteuer in den Bergen und Wüsten der arabischen Halbinsel.

Aber zurück zu der Tour. Wir verteilen uns also auf zwei Wagen und rollen uns ein auf ein Abenteuer der besonderen Art.

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Unser erstes Ziel lautet Khasab. Das verschlafene Hauptstädtchen der omanischen Provinz Mussandam liegt am nördlichsten Zipfel der arabischen Halbinsel. Noch heute leben die Bewohner dieser Stadt hauptsächlich von der Fischerei und vom Handel mit dem nur circa 40 Seemeilen entfernten Iran. Hier spürt man deutlich das maritime Erbe der Jahrhunderte alten arabischen Seefahrer-Tradition. Denn Handelslinien nach China, Indien und Afrika machten den Oman schon vor 300 Jahren zu einer reichen Nation, lange bevor im Land Öl entdeckt wurde. Die wenigen Touristen, die hierher kommen, campen meist in den Bergen oder machen eine Dhowtour. So auch wir. Nach Ankunft in den Bergen von Khasab erkunden wir die Umgebung zu Fuß. So karg die Region auch sein mag, so viel gibt es doch zu entdecken: Hier zeugt ein zugemauerter Höhleneingang von Menschen die in den Bergen leben, dort läuft uns eine Ziege über den Weg, und hoch am Himmel zieht ein Raubvogel seine Kreise. Später schlagen wir unseres erstes Lager auf, auf fast 1800 Metern Höhe. Unter einem wunderschönen Akazienbaum finden wir den perfekten Platz für unsere Zelte. Nach einem BBQ bewundern wir noch kurz den sagenhaften Sternenhimmel und schlafen auch bald ein. So viele Eindrücke mach müde.

Am nächsten Morgen fahren wir zum Hafen von Khasab, wo unsere Dhow schon auf uns wartet. Mit dem umgebauten Fischerboot fahren wir durch die zerklüfteten, bizarren Fjorde dieser Küstenregion. Nicht umsonst wird Mussandam das Norwegen Arabiens genannt. Wir lassen uns verzaubern von der Schönheit des Küstenabschnittes und sind begeistert von den wilden Delfinen, die um unser Boot herum tollen. Den Tag verbringen wir mit dem Bestaunen abgelegener Dörfer, schwimmen, schnorcheln und Sonne tanken.

Nachmittags kehren wir zum Hafen von Khasab zurück und fahren durch die Emirate nach Dibba, einem kleinen Dorf an der nördlichen Spitze des riesigen Al Hajar Gebirges. Am wunderbar weißen Sandstrand von Dibba können wir der Verlockung nicht widerstehen und springen ins Meer. Das Wasser ist warm und erfrischend zugleich - einfach toll.

Am nächsten Tag geht es die Küste hinunter über Fujairah nach Hatta, wieder eine kleine Enklave des Omans. Obwohl ich hier schon oft war, kann ich von dem Wadi nicht genug bekommen. Was wohl daran liegt, dass es hier rund ums Jahr mit Wasser gefüllte Pools gibt, durch die man schwimmen kann. Auch Soft-Canyoning ist hier möglich: Nachdem man sich erstmal getraut hat die circa 3 Meter in ein Wasserloch zu springen geht es danach relativ einfach voran und man kann in eine kleine Höhle schwimmen, deren Pool von einem Wasserfall gespeist wird.

Für den nächsten Tag ist eigentlich Offroading durch Wadi al Satan und der Besuch der Bergdörfer Wijmah und Balat Sayt geplant. Allerdings kommt dann doch alles etwas anders, denn Mitten in den Bergen, auf dem Weg zu Wadi al Satan fällt uns eine frisch in den Fels gehaute Schotterpiste ins Auge. Bei süßem Tee im lokalen Coffeeshop erzählt man uns, dass diese Piste zu einem kleinen Dorf führt. Unsere Neugierde ist geweckt und wir entschließen uns kurzerhand einfach mal neues Terrain zu erkunden. Mit unseren Wagen folgen wir dem steilen, holprigen Weg die eine Bergseite hinauf um auf der anderen Seite noch steiler wieder herunter zu fahren. Bald sehen wir nur noch spärlich bewachsene graue Felsen um uns herum, sonst nichts. Das hört sich ein wenig traurig an, aber wenn man es sieht, kann man nicht genug von dem Anblick bekommen.

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Nach einer halben Stunde sehen wir ein paar einfache Hütten und dann endet die Piste. Wir steigen aus dem Wagen aus und werden von zwei Frauen begrüßt, die auf einer Matte sitzend Gemüse für das Mittagessen putzen. Sie bestehen darauf, dass wir uns zu ihnen setzen und bieten uns Früchte an. Zum Glück spricht Saif arabisch - auch wenn ihm dieser lokale Dialekt ein wenig Probleme bereitet - und so stellt sich schnell heraus dass es sich um selbst angebaute Orangen handelt. Sie sehen zwar nicht so aus - klein und grün - aber sie schmecken tatsächlich ähnlich wie Orangen, eigentlich ganz gut. Und die Schale kann man prima an die herumlaufenden Ziegen verfüttern, was die Frauen unglaublich komisch finden. Sie schnattern fröhlich darauf los, wollen natürlich ganz genau wissen, wer wir sind, wo wir herkommen und warum es uns zu ihnen ins Dorf verschlagen hat. Nach einer Weile kommt ein alter Mann, der sich als Bruder der älteren Frau vorstellt und fragt uns, ob wir sein Dorf anschauen möchten. Natürlich möchten wir und so führt er uns stolz durch das Dorf. Bis auf drei Häuser sieht allerdings alles sehr verlassen aus. Er erklärt uns, dass bis vor kurzem noch 10 Familien hier gewohnt haben, doch seit die Straße gebaut wurde, sind fast alle weggezogen. Nur seine Familie sei geblieben - wegen des Gartens. Garten? Fragend schauen wir uns um. Aber Mohammed, der Dorfchef, ist schon vorraus gelaufen um uns auch seinen Garten zu zeigen. Mit über 70 - ganz genau weiß Mohammed nicht, wie alt er ist - läuft er überraschend flink über die spitzen Steine und wir haben Mühe ihm zu folgen. Zumal uns auch ein paar neugierige Ziegen begleiten, die uns immer wieder vor die Füße springen. Und plötzlich liegt er vor uns - der Garten. Unvermittelt bleiben wir stehen, denn so etwas haben wir noch nicht gesehen. Zwischen steil aufragenden Felswänden liegen die begrünten Terrassen. Der Kontrast zwischen dem frischen grün des Gartens, den grauen Felsen und dem blauen Himmel ist einfach atemberaubend. Und was hier alles wächst! Karotten, Zwiebeln, Koriander, Rettich, Orangen... Mohammed ist sichtlich stolz und freut sich über unser Interesse. Schon macht er sich daran Koriander, Rettich und Orangen zu ernten, die er uns mit auf unsere Reise nehmen sollen. Also tauschen wir kurzerhand gegen eine Flasche Apfelsaft, einen Schokoriegel und Trauben, die wir aus unsere Kühlbox holen. Verzaubert machen wir uns auf den Heimweg. Leider hat unsere kleine Exkursion etwas länger gedauert als geplant und so müssen wir Wijmah leider ausfallen lassen. Also geht es gleich weiter - durch Wadi al Satan nach Balat Sayt.

Balat Sayt ist DAS Vorzeige-Bergdorf. So stellt man sich den Oman vor: eine Oase mitten in den Bergen. Im Tal liegen die Felder, Gärten und Palmenhaine, die immer noch mit dem alten Falaj System bewässert werden. Das Dorf ist darüber in die Felsen gebaut. Mit dem Auto kommt man hier nicht durch, also heißt es aussteigen und die Gassen zu Fuß erkunden. Im Gegensatz zu dem Dorf welches wir am Morgen gesehen haben, sind die Menschen hier an Touristen gewöhnt. Und doch hat sich Balat Sayt seinen ursprünglichen Charme erhalten: Die Menschen gehen ihren alltäglichen Arbeiten nach, Kinder spielen in den Gassen und kein Souvenirgeschäft stört die Idylle. Wieder ist es ein älterer Mann, der uns in seiner blütenweißen Dischdascha - dem traditionellen Gewand der omanischen Männer - und kunstvoll gewickelten Turban, eine Führung durch den Palmenhain anbietet. Es ist beeindrucken wie freundlich und fast neugierig die Menschen in diesen abgelegenen Gebirgsregionen Fremden gegenüber treten.

Dabei ist es erst 50 Jahre her, dass sich die Menschen in dieser Region unter der Führung eines religiösen Führers - eines Imam - gegen den damals regierenden Sultan auflehnten. Der Sultan strebte die Vereinigung des durch das Al Hajar Gebirge geteilte Land an, während der Imam einen eigenen Staat gründen wollte. Ende der 50er Jahre wurde dieser Aufstand mit Hilfe des britischen Militärs niedergeschlagen. Doch erst mit der Machtübernahme des zur Zeit herrschenden - und allseits geliebten - Sultan Qaboos bin Said al-Said wurde die Vereinigung akzeptiert.

Langsam wird es dunkel und wir machen uns auf den Weg zu unserem Campingplatz.

Am nächsten Morgen werden wir kurz nach Sonnenuntergang von merkwürdigen Geräuschen geweckt. Neugierig schaue ich aus dem Zelt und kann es nicht fassen: eine Herde Ziegen überfällt unser Lager! Zugegeben, wir hätten die Gemüsereste des gestrigen BBQ sorgfältiger verstauen sollen ... aber ich finde es toll. Wann wird man schonmal von Ziegen geweckt? Nach unserem Frühstück geht es weiter in Richtung Snake Canyon. Hier war ich schon einmal. Damals sind wir durch die Schlucht gewandert. Von oben habe ich Snake Canyon aber noch nicht gesehen. Was für ein Versäumnis, denn der Anblick ist wirklich einmalig. Warum die Schlucht Snake Canyon (Schlangen Schlucht) heißt muss wohl nicht weiter erklärt werden. Nach einem erfrischenden Bad geht es durch Wadi Bani Awf über Rustaq nach Muskat. Das ist schon eine lange Strecke aber schließlich wollen wir uns noch an diesem Abend den alten Markt von Muttrah anschauen.

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Muttrah, liegt übergangslos neben Muskat und bietet mit seiner beeindruckenden Uferpromenade und den verwinkelten Gassen des berühmten Marktes den orientalischen Flair den sich Reisende von einem Besuch der Küstenmetropole erhoffen.

Und so machen wir es auch: ins Hotel, einchecken, duschen (endlich) und auf zum Muttrah Souk. Danach noch etwas essen und zurück ins Hotel, denn wir sind wirklich müde.

Am nächsten Tag steht eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Leider sind die berühmten Festungsanlagen Mirini und Jalali nur von außen zu besichtigen, aber auch so thronen sie eindrucksvoll über der Bucht, in der sich die Altstadt von Muskat befindet. Im Muskat Museum lernen wir viel über die Kultur des Omans und das traditionelle Leben der Omanis. Weiter geht es zum riesigen Palast. WOW! Aber ganz besonders hat mir der Fisch und Gemüse Markt gefallen. Hier kann man einen Teil des Alltags der Omanis miterleben. Auch wenn man sich ein wenig fühlt als würde man ständig jemanden im Weg stehen. Kein Wunder bei all den Menschen die hier ihr Abendessen aussuchen, feilschen, Fische mit Schubkarren von einem Ende des Marktes zum anderen befördern oder sich mit dem Neuigkeiten des Tages versorgen. Mittags essen wir in einem lokalen Restaurant. Wir bekommen einen eigenen Familien-Essraum zugeteilt, das Essen wird auf einem riesigen Tablett angerichtet und jeder nimmt sich davon. Am Anfang muss man sich daran gewöhnen aber dann macht es Spaß und schmecken tut es sowieso. Am Nachmittag fahren wir auf der Küstenstraße nach As Sifah, einem kleinen Örtchen mit tollem Sandstrand. Denn, auch wenn wir hauptsächlich der Berge und Wadis wegen in den Oman reisen - ein wenig Strandurlaub muss schon sein.

Wir haben es genossen zwei Nächte im Hotel zu verbringen, doch nun können wir es kaum noch erwarten wieder in die Natur zu kommen. Außerdem möchte ich unbedingt zu diesem einen Wadi über den ich gelesen habe und da dies eigentlich nicht auf dem Plan steht geht es extra früh los. Doch vorher geht es erstmal über wirklich steile, enge Pisten auf das Salmah Plateau hinauf. Ungefähr eine Stunde brauchen wir um von Meereshöhe auf circa 1600 Metern zu fahren. Zum Glück haben wir uns schon an das Offroading gewöhnt, denn dieser Weg ist wirklich nur für Wagemutige geeignet. Aber es lohnt sich. Oben angekommen haben wir eine fantastische Aussicht auf die Küste und können auch das Plateau, was sich vor uns erstreckt, ganz gut überblicken. Dies ist augenscheinlich eine der trockensten Regionen des Omans, denn hier wächst so gut wie nichts. Das Hochplateau gleicht einer Mondlandschaft. Wir fahren zu Majilis al Jinn. Von oben gesehen ist das nur ein großes schwarzes Loch, das einfach so, ohne Vorwarnung, ein Stück von der Straße auftaucht. Man ahnt kaum, dass es hier über 130 Meter senkrecht nach unten geht und in einer Höhle endet die sechs Boing 747 beherbergen könnte. Am Abgrund stehend, ruft diese Erkenntnis eine leichte Gänsehaut hervor. Außerdem möchte man am liebsten die Kinder zurückrufen, die neugierig heran gelaufen kommen um uns zu begrüßen und ohne Angst um das Loch herum laufen. Aber wir möchten bald weiter und machen uns daran wieder vom Plateau herunter zu fahren.

Und dann kommt mein persönliches Highlight, mein Sonderwunsch - Wadi ash Shab. Zuerst muss man mit einem kleinen Boot über das mit Wasser gefüllt Flussbett zum anderen Ufer übersetzen. Von dort geht es etwa einen Kilometer über Geröll und später Felsen, bis man an einem traumhaften Becken ankommt. Und ab dort geht es im Wasser weiter. Erst schwimmen wir durch ein Becken dann laufen wir ein wenig das Flussbett entlang, schwimmen durch ein weiteres Becken und sind schließlich da, wo ich hinwollte: Durch einen zwei Meter langen Spalt im Fels, der nur so breit ist, dass der Kopf gerade so durch passt, kann man in eine Höhle schwimmen. Hier ist es wirklich unglaublich schön. Zum Glück ist die Höhlendecke nicht ganz geschlossen denn so kommt genügend Sonnenlicht herein um das Wasser türkis zu färben. An der einen Seite der Höhle wurde ein Seil angebracht, mit dem man sich einen kleinen Wasserfall hochziehen kann. Das haben wir natürlich auch getan und sind dem Wasserverlauf noch ein Stück weiter gefolgt. Hierher kommen nicht viele Besucher und so haben wir Glück dieses unglaubliche Stück Natur ganz für uns allein zu haben.

Doch schon bald geht es weiter nach Sur. Durch meinen Sonderwunsch sind wir ein wenig spät und besorgen uns auf dem Weg etwas zu essen anstatt wie sonst ausgiebigst zu grillen, denn wir haben noch etwas ganz besonders vor: Der Schildkröten-Strand von Ras al Jinz. Bis vor wenigen Jahren konnte man an diesem Strand noch campen. Heutzutage geht es nicht mehr, denn die Omanis haben erkannt, dass man den Strand und die Schildkröten, die jedes Jahr zur Eiablage kommen, schützen muss. Also campen wir auf einem Schotterplatz in der Nähe des Strandes - nicht schön, aber so können wir uns zu Fuß zur Turtle Watching Tour aufmachen, die wir für diese Nacht gebucht haben.

Nach Sonnenuntergang geht es also los. Zwei omanische Führer klären uns über die verschiedenen Schildkrötenarten und die alljährliche Eiablage auf. Und wir hatten Glück, denn wir können tatsächlich beobachten wie die Schildkröten an Land kommen, Nester graben, ihre Eier ablegen und auch wie die kleinen, frisch geschlüpften Schildkröten ihren Weg zum Meer finden. Alle schaffen es allerdings nicht, da riesige Krabben und auch Füchse nur darauf warten, dass die Kleinen ihnen zu nahe kommen.
Rückblickend war dies wohl der abwechslungsreichste Tag der ganzen Tour: Am Morgen sind wir in der Hauptstadt des Omans aufgewacht, darauf folgten Küstenstraße, karges Hochplateau, saftig grüner Wadi und schließlich endete der Tag am Strand mit riesigen Meeresschildkröten. Kontrastreicher geht es kaum mehr.

Nach einem Frühstück am nächsten Morgen besuchen wir die historische Hafenstadt Sur. In vergangenen Zeiten war Sur berühmt da Seefahrer von dort aus Mangrovenholz, Kaffee und Hirse exportierten. Außerdem war Sur für seine Dhowwerften berühmt. Noch heute wird dieses uralte Handwerk praktiziert und so kommt es, dass wir vollkommen fasziniert zuschauen, wie die Handwerker ohne Bauplan und modernen Maschinen die traditionellen Schiffe bauen! Noch schnell einen Tee und frischen Saft im lokalen Coffeeshop genießen und weiter geht es in Richtung Wadi Bani Khalid.

Dort angekommen, bin ich erstmal enttäuscht. Dieser Ort hat wirklich nichts mehr mit sanftem Tourismus zu tun. Rund um das Wasserbecken sind hässliche Picknickplätze aufgebaut und ein Restaurant gibt es auch. Offensichtlich ist dies ein beliebter Ausflugsort für die Menschen der Region. Doch für uns erscheint der Ort ein wenig ernüchternd. Aber Saif beruhigt mich. Ich soll abwarten und ihm folgen. Also klettere ich ihm über die Felsen, die hinter dem ersten Wasserbecken liegen, hinterher. Nach circa 15 Minuten erreichen wir ein zweites Wasserbecken. Hier sieht es schon wesentlich besser aus. Zwar sind hier noch immer ein paar Touristen zu sehen aber wenigstens wurde das Becken so belassen, wie es ist. Wir zeihen uns um, steigen ins Wasser und schwimmen ans andere Ufer. Von dort geht es nochmals zu Fuß circa 300 Meter durch den Wadi und plötzlich verstehe ich, warum Saif darauf bestanden hat uns hierher zu bringen: Vor uns liegt ein wunderschöner Pool mit kristallklarem, azurblauem Wasser gefüllt.

Am Nachmittag machen wir uns auf dem Weg zur Oasenstadt Nizwa, wo wir den nächsten Tag verbringen werden. Nizwa ist toll. Jedes mal wenn ich dort bin, besuche ich den Markt, der sich in einer historischen Festungsanlage befindet. Ein kleiner Teil des Marktes ist etwas touristisch, aber wenn man in die kleinen Seitenstraßen einbiegt, ist man plötzlich in einer ganz anderen Welt. Hier stapeln sich alle Waren des täglichen Gebrauchs, ob Haarfärbemittel, Besen, Zahnpasta oder Bodenmatten, alles vereint sich hier zu einem bunten Haufen Gebrauchsgegenständen bei dem wahrscheinlich nur die Händler noch durchblicken. Später besichtigen wir noch das Nizwa Fort und dann geht es wieder in die Berge.

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Zum grünen Berg - Jebel Akhdar - genauer gesagt. Zunächst möchten wir aber das Al Hoota Höhlensystem erkunden das sich in den Ausläufern des Jebel Akhdar befindet. Doch dort angekommen stellen wir fest dass die Höhlen an diesem Tag wegen Reparaturarbeiten geschlossen sind. Schade, aber was soll man machen? Genau, erstmal Tee trinken und Datteln essen (langsam aber sicher geht uns die omanische Lebensweise ins Bult über). Kurz darauf sind wir auf dem Weg nach Misfat al Abriyyin. Nun könnte man meinen: Noch ein Bergdorf? Wird das nicht irgendwann langweilig? Nein, absolut nicht. Misfat al Abriyyin ist ein uraltes, charmantes Dörfchen das sich an einen Felshang schmiegt, während sich ein Oase aus saftig grünen Palmen und anderen Gewächsen terrassenförmig unterhalb der Stadtmauern ausbreitet. Kleine, verwinkelte Gässchen, ein sorgsam ausgetüfteltes Falaj Bewässerungssystem, bunt bemalte Haustüren, neuere Gebäudeteile auf alte Ruinen gesetzt, Pink blühende Bougainvillea Sträucher überall. Misfat al Abriyyin besticht mit einer Mischung aus orientalischer Melancholie und bunter Lebhaftigkeit. Es erscheint dem verzauberten Besucher wie ein Dorf aus 1001 Nacht. Es hat etwas gedauert bis wir uns von diesem Ort losreißen konnten doch dann waren wir doch irgendwann unterwegs zum Jebel Shams, was soviel bedeutet wie der Sonnenberg. Mit 3009 Metern ist dies der höchste Berg im Oman. Das man von hier aus eine sagenhafte Aussicht hat, muss ich wohl nicht weiter erwähnen, dass man sich den Sonnenaufgang nicht entgehen lassen sollte schon, denn der ist einfach unvergleichlich.

Früh geht es am nächsten Tag weiter. Wir möchten möglichst schnell in Richtung Vereinigte Arabische Emirate. Vor uns liegt eine lange Fahrt, unterbrochen von unserem letzten Besuch eines Wadis, Wadi Damm. Doch so gut unsere Vorsätze auch sein mögen, weit kommen wir nicht. Denn nach wenigen Kilometern steht plötzlich ein alter Mann am Pistenrand und signalisiert uns, dass er mitgenommen werden möchte. Also rücken wir ein wenig zusammen und nehmen ihn mit. Sein Haus läge circa fünf Kilometer die Straße hinunter. Er habe wie jeden Morgen seine Ziegen den Berg hoch getrieben und sei nun auf dem Heimweg. Das Laufen mache ihm trotz seiner 70 Jahre nichts aus aber mit dem Auto ginge es doch schneller. So kommt es, dass wir Ali Abdullah kennenlernen, der mit seine zwei Frauen und fünf Kindern in einem abgelegenen Haus lebt. Natürlich lädt uns Ali Abdullah zu Kaffee ein, wie es im Oman üblich ist und wir sind gerade in der Laune die Einladung anzunehmen (auch wenn das mal wieder unseren Tagesplan über den Haufen wirft). Der mit Kadamom gewürzte arabische Kaffee wird uns in kleinen Tassen angeboten, zusammen mit einer kurzen Erklärung zur omanischen Kaffee-Trinkkultur: Es wird so lange Kaffee nachgeschenkt, wie man die Tasse mit der Öffnung nach oben hält. Möchte man keinen Kaffee mehr, legt man die Tasse umgedreht auf das Tablett zurück oder in die obligatorische Schale Wasser. Ich glaube Ali Abdullah war genauso fasziniert von uns, wie wir von ihm und so kam es dazu, dass er uns stolz seinen Garten hinter dem Haus zeigte. Es ist wirklich faszinierend was in dieser kargen Landschaft alles angebaut werden kann. Besonders beeindrucken uns die Rosensträucher, die in dieser Gegend viel angebaut werden um das kostbare Rosenwasser herzustellen. Natürlich lässt es sich Ali Abdullah nicht nehmen uns eine Hand voll Rosenblüten sowie Zitronen mit auf den Weg zu geben. Die getrockneten Rosenblüten duften heute noch.

Viel später als geplant kommen wir am Wadi Damm an. Vom Parkplatz aus gesehen kann man sich kaum vorstellen, dass es an dieser Stelle eine Wadi geben soll. Es geht zu Fuß weiter - über blank gescheuerte, riesige Felsblöcke die in dem Flussbett liegen als hätte ein Riese sie wie Kieselsteine dort ausgebreitet. Nicht zum ersten Mal wird uns bewusst mit was für einer unvorstellbaren Kraft Wasser nach starken Regenfällen durch die Wadis brausen muss. Bald erreichen wir das erste Wasserbecken, wo fast alle Besucher baden gehen. Auch wir lassen unsere Klamotten hier, aber wir wissen auch, dass Wadi Damm nicht umsonst auf arabisch ‚versteckter Wadi' heißt. Erst muss man durch das erste Wasserbecken durch, an einem Seil zieht man sich an einer kleinen Felswand hinauf und folgt dem Verlauf des Wadis weitere 500 Meter und dann ist man da. Mehrere Becken mit kristallklarem aquamarine blauem Wasser und üppigem Uferbewuchs laden zum Staunen und Schwimmen ein. Besonders der bemooste Felsüberhang an dem das Wasser wie bei einem Miniwasserfall hinunter tropft hat es mir angetan und ich bereue es keine Kamera mitgenommen zu haben (aber wie auch, wenn man schwimmen muss um dort hin zu kommen).

Leider haben wir an diesem Nachmittag keine Zeit mehr die bis zu 5000 Jahre alten Bienenstock Grabmäler, die in dieser Gegend fast überall zu finden sind, zu erkunden. Aber auf der Rückfahrt durch das enge Tal sieht man viele in die Berghänge gebaut. Weiter geht es nach Al Ain, in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Am nächsten Tag erwartet uns ein ganz besonderes Highlight dieser Tour, denn obwohl ich hier schon oft war, fasziniert mich diese Region wie keine andere und ich kann einfach nicht genug davon bekommen - von der Rub al Khali, der größten reinen Sandwüste der Welt. Noch heute ist sie zu Teilen unentdeckt und von den Nomaden mit allergrößtem Respekt behandelt. Warum? Weil sie zu den unzugänglichsten Gebieten dieser Welt gehört und Besuchern der kleinste Fehler zum Verhängnis werden kann. Wie gut dass ich mit Saif schon viele Male in der Rub al Khali war und weiß dass er uns wieder lebendig dort heraus bringt.

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Nach einer langen Fahrt von Al Ain kommen wir zu den Außenbereichen der Wüste. Noch einmal Volltanken, ein paar extra Liter Wasser kaufen (man weiß ja nie), den Reifendruck reduzieren und endlich geht es los: Überein rot-goldenes Meer aus Sand ans Ende der Welt. Denn dort meint man zu sein, am Ende der Welt, wo jede Spur von Zivilisation erloschen ist. Keine Zäune, keine Funktürme oder Strommaste, kein elektrisches Licht, kein Lärm. Und doch wirkt dieser magische Ort belebt. Die Sonne lässt Sandkörner glitzern - mal golden, mal Rubin rot, der Wind pfeift sanft über die Dünenkämme, kleine Tiere hinterlassen ihre Abdrücke im Sand. Und dann kommen wir in unseren 4x4s, arbeiten uns die bis zu 400 Meter hohen Dünen hoch - mal forsch, mal vorsichtig - und gleiten auf der Steilseite fast lautlos wieder hinab, brausen über Salzebenen und tauchen wieder in die Dünen ein und... bleiben stecken... und buddeln aus.

Unser Camp für diese Nacht wird auf halber Höher einer Riesendüne aufgeschlagen, mit endlosen Blick, bis die Sterne über uns anfangen zu leuchten. Und das tun sie sehr hell. Außerdem kommt die Frage auf, wo all diese Sterne herkommen, denn so viele Sterne sieht man sonst nie.

Am nächsten Morgen geht es weiter, über die Dünen, durch die Sabkhas (Salzebenen) und plötzlich sind wir nicht mehr allein. Ein paar Dünen weiter sehen wir ein Auto. Uns ist klar, das kann nur eines bedeuten: Gazellen Polizei!

Die Gazellen Polizei ist eine Abteilung des Militärs die durch die Wüste patrouilliert um sicher zu stellen, dass die vom Aussterben bedrohten Gazellen nicht gejagt werden. Inoffiziell beobachten sie aber auch das Grenzgebiet zwischen den VAE und Saudi Arabiens. Und da wir gestern bei dem Versuch eine etwas widerspenstige Düne zu umfahren tatsächlich etwas nahe an die Grenze gekommen waren, haben wir gleich das Gefühl dass keine Gazellen-Jäger, sondern wir auf dem Radar der Gazellen Polizei stehen. Also schließen wir zu ihnen auf und unsere Vermutung bestätigt sich: Gazellen Polizei. Offensichtlich bestätigen auch wir ihren Verdacht, dass es sich bei uns weder um illegale Grenzgänger, noch um Wilddiebe handelt und so entspannte sich die Situation sofort. Nach dem üblichen Informationsaustausch: Namen, Herkunft, Grund des Aufenthalts, VAE Beliebtheitsgrad, was man ganz besonders mag, wie man Dubai findet, wie man Abu Dhabi findet, ob man die Wüste mag, ob man arabische Männer mag, Familienstand „You married? No? Welcome, welcome", folgen noch die obligatorischen Beweisfotos für die Freunde zu Hause. Nach dem Motto: Schau mal was ich heute für eine lustige Gazelle in der Wüste aufgespürt habe. Und für uns präsentierten sich Ali und Mohammed mit ihrem Gewehr. Natürlich lassen es sich die beiden danach nicht nehmen uns ein Stück zu begleiten. Oder besser gesagt, sind sie froh Dunebashing Partner gefunden zu haben und mal endlich jemanden mit ihren Fahrkünsten beeindrucken zu können. Wenig später entdecken unsere neuen Freunde eine Gazelle in der Sabkha vor uns und es gibt kein Halten mehr. Sie hinter der Gazelle her, wir hinter ihnen her... Die Gazelle hat gewonnen!

Wir sind dann allein weitergefahren, schließlich sollte es an diesem Abend noch nach Dubai zurück gehen und unser Abenteuer ein Ende nehmen. Wir haben viel erlebt und gesehen: Orientalische Metropolen, grüne Oasen, karge Gebirge, Schluchten und Wadis, märchenhafte Dörfer, lebhafte Kinder und freundliche Dorfälteste. Überall, wo wir hin kamen wurden wir freundlich aufgenommen und konnten viel über die arabische Lebensweise lernen. Für uns steht fest, wir kommen wieder.

Sultan Qaboos

In den letzten 40 Jahren hat Sultan Qaboos es geschafft aus einem der ärmsten und rückständigsten Ländern der Welt, den Oman zu formen, der uns jetzt dermaßen verzaubert. Im Gegensatz zu seinen Nachbarn den VAE hat er darauf verzichtet mit Superlativen und ungezügelten Wachstum aufzutrumpfen und Dank des langsam gewachsenen Wohlstand konnte das Land sein orientalischen Flair behalten.

Vor 1970 durften sich Omanis auch im eigenen Land kaum frei bewegen, die Ausreise wurde ihnen verwehrt, moderne Technologien durften nicht eingeführt werden. Weder Straßen noch elementare Dienstleistungen waren bekannt.

Doch dies hat sich grund-legend geändert. Auf unserer Reise 

einem der ärmsten und rückständigsten Ländern der Welt, den Oman zu formen, der uns jetzt dermaßen verzaubert. Im Gegensatz zu seinen Nachbarn den VAE hat er darauf verzichtet mit Superlativen und ungezügelten Wachstum aufzutrumpfen und Dank des langsam gewachsenen Wohlstand konnte das Land sein orientalischen Flair behalten.

Vor 1970 durften sich Omanis auch im eigenen Land kaum frei bewegen, die Ausreise wurde ihnen verwehrt, moderne Technologien durften nicht eingeführt werden. Weder Straßen noch elementare Dienstleistungen waren bekannt.

Doch dies hat sich grund-legend geändert. Auf unserer Reise durch das Land ist uns immer wieder aufgefallen dass selbst die abgelegensten Dörfer an die öffentliche Strom- und Wasserver-sorgung angeschlossen sind. Bildung wird als sehr wichtig angesehen, ist kostenfrei und für Mädchen und Jungen gleichermaßen zugänglich. Schulbusse, die bis in den hintersten Winkel des Landes reichen sind überall zu sehen. Frauen haben volles Wahlrecht und können gewählt werden.

Sultan Qaboos weiß was seine Leute möchten. Kein Wunder, denn einmal im Jahr unternimmt der heute 69-jährige seine „Meet the People" Tour. Dabei bereist er einen Monat lang verschiedene Bezirke, hält öffentliche Versammlungen und hört den Menschen zu. Sorgen, Streitigkeiten und Probleme werden ihm so direkt und ungefiltert an ihn herangetragen und von ihm den zuständigen Ministern weitergegeben. Wohl kaum ein Herrscher wird so geliebt und verehrt wie Sultan Qaboos. Seine Hoheit lächelt einem von jeder Ecke seines Reiches entgegen - ob von Plakate, dem obligatorischen gerahmten Bild in Hotellobbies, oder Geldscheinen.

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Rub al-Khali

Die Rub al-Khali ist mit rund 260.000 Quadratkilometern die größte ununterbrochene Sandwüste der Welt. Sie bedeckt ungefähr ein Drittel der Arabischen Halbinsel und erstreckt 

sich über Teile der Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi Arabiens, Jemens und des Oman.

Noch immer ist sie zu großen Teilen unentdeckt und gehört sogar in dieser modernen Zeit zu den unzugänglichsten Gebieten unseres Planeten.

Die Wüste besteht ausschließlich aus Sanddünen, die bis zu 400 Meter hoch sein können. Die enorme Weitläufigkeit dieser Wüstenszenerie kann nur mit eigenen Augen erfasst werden.

Araber nennen die Wüste ‚Rub al-Khali' was soviel bedeutet wie das ‚Leere Viertel' oder auf englisch ‚Empty Quarter', weil sie so gut wie unbewohnt ist. Für Einheimische stellt sie die Grenze der Zivilisation dar. Nur einige Beduinen unterhalten dort ihre Kamelfarmen.

Wilfred Thesiger, der die Rub al-Khali zwischen 1947 und 1950 durchquerte, beschrieb in seinem berühmten Buch Arabian Sands sein Vorhaben in die Wüste zurückzukehren: „To return to the Empty Quarter would be to answer a challenge and to remain there for long would be to test myself to the limit."

Der Wind verändert die Dünenformationen ständig indem er Sand abträgt und an anderer Stelle wieder aufschüttet. Zwischen den Dünenbergen werden Salzebenen - Sabkhas genannt - freigelegt, die spärlich mit Büschen bewachsen sind

Dos and Don’ts - Eine Liste mit Verhaltensregeln:

Niemals Frauen und Kinder ohne Erlaubnis fotografieren. Auch Männer sollten um Erlaubnis gefragt werden.

Respektieren Sie Privatsphären. Sie mögen es auch nicht, wenn jemand über Ihre Hecke schaut.

Kniefreie Hosen und Röcke, schulterfreie T-Shirts, durchsichtige Bekleidung sollte vermieden werden.

Öffentliche Gesten der Zuneigung wie Küsse und innige Umarmungen sind untersagt und können bestraft werden.

Betrachten Sie persönliche Fragen nicht als Angriff auf ihre Privatsphäre. Solche Fragen zeugen von einem echten Interesse an Ihnen. Antworten Sie und stellen Gegenfragen, so entsteht oft ein sehr interessanter Austausch zwischen den Kulturen.

Wenn möglich, nehmen Sie Einladungen zu Tee, Kaffe oder Essen an. Sollten Sie keine Zeit haben, sagen Sie dies und erklären am besten auch warum.

Gegessen wird auf dem Boden mit der rechten Hand. Sie können auch höflich nach einem Löffel fragen.

Schuhe sind vor dem Betreten eines Wohnhauses auszuziehen.

Geben Sie Kindern auf keinen Fall Süßigkeiten oder Geschenke ohne Gegenleistung! Dies verleitet sie dazu bei Fremden zu betteln.

Seien Sie der fremden Kultur und den Menschen gegenüber aufgeschlossen und Sie werden mit offenen Armen empfangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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